Prostatakrebsfrüherkennung

Bei Männern, deren Brüder oder Väter an Prostatakrebs starben, kann Prostatakrebs häufiger entdeckt werden als bei familiär unbelasteten Männern. Ebenso bedeutsam wie die genetischen Faktoren sind Umwelt- und Lebensstilfaktoren.

 

Krebsfrüherkennungsuntersuchungen: im heilbaren Anfangsstadium bereitet der Prostatakrebs selten Beschwerden. Probleme beim Wasserlassen, Schmerzen oder Blutbeimengungen im Urin erst im fortgeschrittenen Stadium auf. Über längere Zeit verkannte „Ischiasbeschwerden“ können bereits Zeichen von Prostatakrebs sein.

 

Die alleinige Tastuntersuchung wird irrtümlicherweise häufig für eine Früherkennungsmaßnahme von Prostatakrebs gehalten. Die Prostata ist mit dem Finger vom Enddarm aus gut zu tasten. Somit lassen sich zwar Verhärtungen fühlen, diese können schon ein fortgeschrittenes Stadium bedeuten. Bei der Tastuntersuchung handelt es sich also eher um eine „Späterkennungsmaßnahme“.

 

Der zusätzliche PSA Test ist heutzutage eine Früherkennungsmaßnahme, mit deren Hilfe eine Früherkennung im heilbaren Stadium möglich ist. PSA ( prostataspezifische Antigen) ist ein Eiweißpartikel, der von der Prostata gebildet wird. Insbesondere bei noch fehlenden Beschwerden kann die Krebsfrüherkennung durch den PSA-Bluttest von Bedeutung sein.

 

Die ergänzende Ultraschalluntersuchung der Prostata ist sinnvoll in Kombination mit der Tastuntersuchung und dem PSA Test. Mit der Ultraschallsonde kann die Größe der Prostata genau vermessen werden und lässt sich dadurch besser mit Voruntersuchungen vergleichen. Zusätzlich kann auch die Gewebestruktur ( verdächtige Knoten) beurteilt werden. Ultraschalluntersuchungen können beliebig oft wiederholt werden, weil sie für den Patienten keine schädliche Röntgenstrahlung haben.

 

Jeder Mann ab dem 40. Lebensjahr sollte eine Prostatauntersuchung regelmäßig durchführen lassen. Für ausführliche Informationen, vereinbaren Sie einfach einen Termin für ein individuelles Beratungsgespräch.