Darmkrebsfrüherkennung

Darmkrebs entsteht aus anfangs gutartigen Darmpolypen. Polypen können sich im Laufe der Zeit verändern und zu Krebs umwandeln. Wann sich dieser Übergang zu Dickdarmkrebs vollzieht kann niemand sagen. Eine wichtige Aufgabe der Vorsorge ist es, diese Darmpolypen rechtzeitig zu entdecken und zu entfernen, bevor sie sich zu Darmkrebs entwickeln können.
Vor allem Menschen ab dem 50. Lebensjahr können von dieser schleichenden und gefährlichen Krankheit betroffen sein.
Für die Früherkennung von Dickdarmkrebs stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung.

 

  • Die derzeit effektivste und treffsicherste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs ist die Dickdarmspiegelung. Mit der Darmspiegelung lässt sich Darmkrebs zu fast 100% verhindern. Regelmäßig angewandt können hierbei fast alle Polypen gefunden und abgetragen werden. Darüber hinaus werden Darmtumoren in einem frühen Stadium entdeckt, in dem sie noch heilbar sind.
  • Test auf verstecktes Blut im Stuhl ( Okkultbluttest). Mit diesem Test lässt sich verborgenes, mit dem bloßen Auge nicht sichtbares Blut im Stuhl nachweisen. Diese Blutspuren können von Darmtumoren oder Darmpolypen stammen, müssen aber nicht. Umgekehrt kann dieser Test auch Blutspuren anzeigen, die nicht aus Polypen oder Darmtumoren stammen, z. B. aus harmlosen Entzündungen oder aus Hämorrhoiden. So können mit seiner Hilfe 20 bis 30% der Polypen und Tumoren gefunden werden. Das bedeutet aber auch, dass 70 bis 80% der Polypen oder Tumoren nicht gefunden werden! Schlägt der Test einmal positiv an, muss der Befund unbedingt durch eine Darmspiegelung abgeklärt werden.

 

In Deutschland erkranken jedes Jahr über 60.000 Menschen an Dickdarmkrebs. Sie müssen nicht dazu gehören. Durch eine konsequente Früherkennung ist der Krebs zu fast 100% heilbar!